Zur Innendämmung eignen sich Platten aus Dämm-Materialien wie Faserdämmstoff, aufgeschäumtem Kunststoff oder Kork. Daneben werden auch aufzuklebende wärmedämmende Tapeten (auf die unter Umständen eine weitere Tapete aufgeklebt werden kann) angeboten.
Eine Innendämmung wird meist dann in Angriff genommen, wenn aus Denkmalschutzgründen eine Außendämmung nicht möglich ist oder wenn eine Außendämmung zu teuer ist.
Eine Innendämmung ist aber immer nur ein Kompromiss. Vorteile sind die einfachere Anbringung und die niedrigeren Kosten, dazu kommt eine schnellere Aufheizbarkeit der von innen gedämmten Räume.
Nachteile sind jedoch der Platzverbrauch im Inneren sowie möglicherweise negative Auswirkungen auf Mauerwerk und Raumklima. Da das Mauerwerk durch die Innendämmung thermisch vom geheizten Raum abgetrennt wird, liegt das Mauerwerk in der Frostzone. Dadurch altert es schneller. Um zu verhindern, dass Luftfeuchtigkeit von innen in die Wand dringt, das dann in der Wand kondensieren und im Winter auch einfrieren könnte, ist nach innen hin eine sogenannte Dampfbremse notwendig. Die Dampfbremse aber zerstört die feuchtigkeitsausgleichende Wirkung des Gemäuers, was in einigen Fällen zu erhöhter Luftfeuchtigkeit bis hin zu Schimmelproblemen führen kann.
Dämmstoffplatten können in das Gerüst, das für die spätere Anbringung der Wandverkleidung vorgesehen ist, eingepresst werden. Hohlräume sind zu vermeiden. Ein Ankleben oder Andübeln ist nicht notwendig.
Da die Materialien Kontakt zur Innenrumluft haben, ist auf schadstoffarme Produkte zu achten.
Bei der Verarbeitung von Faserplatten (sägen!) muss unbedingt eine Staubmaske getragen werden.
Rein wärmetechnisch ist eine Außendämmung der Innendämmung nicht überlegen.