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BioFach 2002

Bio-Produkte erobern Märkte Weltleitmesse BioFach in Nürnberg wächst mit dem Markt Seit 2001 gehört Naturkost zum Standardsortiment 2.000 Aussteller und deutlich über 25.000 Fachbesucher aus aller Welt erwartet die BioFach 2002, Weltleitmesse für Naturkost und Naturwaren. Vom 14. bis 17. Februar wird sie zwei weitere Hallen im Messezentrum Nürnberg füllen. In den insgesamt sieben Messehallen tut sich jede Menge Neues: Zunächst einmal mehr Anbieter in allen Angebotsbereichen. Als neues Angebotssegment kommt "Green Finance" hinzu, das Finanzierungen, Risikokapital, aber auch Geld-anlagen im Umweltbereich bietet. Land des Jahres ist diesmal Spanien, das sich mit attraktiven Produkten und seiner Kultur vorstellt. Weitere Sonderschauen sind geplant, beispielsweise für Kaffee und Kakao. Auch ein Biergarten und ein Teehaus laden diesmal zum Verweilen, Probieren und Entspannen ein. Die Kosmetik-Aktionsbühne verspricht eine Mischung aus "Wellness-Kongress" und Firmenpräsentationen. Weindorf, Olivenölbar, Neuheitenstand und Produkt des Jahres dürfen natürlich auch 2002 nicht fehlen. Niemand kann sagen, ab welchem prozentualen Anteil eine Produktgruppe ihre Nische verlässt und zum "normalen" Marktsegment wird. Sicher aber ist: Produkte aus ökologischem Anbau haben diese Schwelle im Jahr 2001 in allen entwickelten Ländern überschritten! Die Indizien sind eindeutig: Alle großen Handelsketten führen Bioprodukte, z. T. mit Eigenmarken Auch Discounter beschäftigen sich mit dem Bio-Segment Alle Marktteilnehmer melden extreme Umsatzsteigerungen Bioprodukte erobern neue Handelsformen wie E-Commerce Bisher konventionelle Hersteller eröffnen eigene Bio-Linien Kooperationen, Fusionen und Aufkäufe nehmen zu Neugründungen und Erweiterungen von Verkaufsstellen steigen Bio-Produkte dringen in die Außer-Haus-Verpflegung ein Medien, Verbände und Messen richten eigene Abteilungen für "Bio" ein Die Förderung durch den Staat steigt Die Politik handelt In Deutschland wurde unter dem Eindruck der BSE-Krise die "Agrarwende" verkündet. Ökologische Landwirtschaft soll Leitbild werden und in zehn Jahren 20 % des Nahrungsangebotes liefern. Das lange geforderte staatliche Bio-Siegel wurde installiert und basiert einheitlich auf der EU-Norm. Damit ist es auch für Importware verwendbar und erleichtert besonders den großen Handelsketten die Vermarktung. In Spanien hingegen wird noch gekämpft. Für Bioprodukte wurde der Begriff "Eco" festschrieben, während "Bio" zur allgemeinen Verwendung freigegeben ist. Dies wurde inzwischen von der EU-Kommission als nicht kompatibel mit der EU-Norm erklärt und gerügt. In den USA kam der Gesetzgebungsprozess nach zehn Jahren endlich zum Abschluss. Unter dem Begriff "100 percent organic" lassen sich nun Bioprodukte zuverlässig unterscheiden. Inhaltlich bleibt das amerikanische Zeichen mit nur 70 % Bioanteil allerdings deutlich hinter dem EU-Standard zurück, was Importprobleme schaffen kann. Viele Staaten, so auch Deutschland, stellen bedeutende Fördermittel bereit, die nicht nur in Umstellung und Forschung, sondern gezielt auch in die Vermarktung fließen. Damit wird das Kernproblem in Angriff genommen, dessen Lösung für ein weiteres Wachstum von Bioprodukten entscheidend ist. Ein wirksames Instrument zur Gewinnung neuer Verbraucherkreise sind z. B. Geschmackstests, wie sie jetzt in Frankreich für über 400.000 Euro an 500 Orten für Biofleisch durchgeführt werden. Vortests bestätigen anhaltenden Erfolg. Auch nach der Aktion liegt die Umsatzsteigerung zwischen 100 und 200 %. In kleinerem Maßstab werden solche Aktionen in Deutschland bereits in Thüringen und Sachsen und von der Supermarktkette Tegut durchgeführt. Mit einer Sondersteuer auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel finanziert Italien eine Werbekampagne für Bioprodukte von 7,25 Mio. Euro. Nachfrage steigt schneller als Anbauflächen wachsen In der EU wuchs die ökologisch bewirtschaftete Fläche von 1999 bis 2000 um 607.148 ha, das sind 19,15 %; in Gesamteuropa unter Einschluss der Beitrittsländer und der EFTA sogar um 20,84 %. Großbritannien hat mit einem Tigersprung seine Fläche (+119,72 %!) mehr als verdoppelt. Das Land, das allerdings hauptsächlich Weideflächen umstellte, belegt damit den 3. Platz in Europa hinter Italien und Deutschland, jedoch vor Spanien, Frankreich und Österreich. Fast in allen Ländern Europas gibt es inzwischen Fördermittel für die Umstellung. Besondere Anstrengungen unternimmt z. B. Griechenland, das klimatisch ähnliche Voraussetzungen hat wie Italien oder Spanien. Mit einem Programm, das mit 400 Mio. Euro für sieben Jahre finanziert ist, will das Landwirtschaftsministerium weitere Flächen umstellen. Nach Steigerungen von 163 % zwischen 1997 und 1999 konnte man 2000 bei sehr niedrigem Ausgangsniveau nur noch um 56,48 % zulegen. Unter den EU-Beitrittskandidaten ragt die Tschechische Republik heraus, die mit 165.699 ha bereits Dänemark überholt hat. Trotz dieser bedeutenden Steigerungen kam es 2001 bei einigen Produkten zu Verknappungen, Engpässen oder sogar Ausverkäufen. Der Bedarf an Bio-Weizen konnte nur durch große Einfuhren aus Australien gedeckt werden. Chronisch knapp blieben Dinkel, Grünkern und Hirse. Rindfleisch aus artgerechter Aufzucht war auf dem Höhepunkt der BSE-Krise nicht mehr zu bekommen. In Deutschland werden rund 40 % aller Bioprodukte importiert. .....und die Nachfrage wächst weiter Es sind auch künftig bedeutende Flächensteigerungen nötig, um die rasant wachsende Nachfrage zu decken. So wird für die USA 2000 eine Steigerung der Bioumsätze um 19 % auf 5,8 Milliarden US Dollar (5,27 Mrd. Euro) gemeldet. Das entspricht etwas über 1 % der gesamten Lebensmittelumsätze des Landes. Für die Jahre bis 2005 geht man von einem stetigen zweistelligen Wachstum um 18 bis 22 % aus. Das deckt sich mit dem Bild in Europa. Als größter Markt erreichte Deutschland laut Datamonitor im Vorjahr einen Bioumsatz im Einzelhandel von 2,703 Mrd. Euro, wobei der Außer-Haus-Verzehr und die Hauslieferungen nicht mitgerechnet sind. Für Frankreich wurden 1,104 Mrd. Euro, für Großbritannien 874,5 Mio. Euro ermittelt. Diese internationalen Entwicklungen unterstützt die Weltleitmesse für Naturkost und Naturwaren. Die BioFach Japan findet erstmals vom 13. bis 15. Dezember 2001 in Tokio statt. Vom 9. bis 11. Mai 2002 geht die BioFach America Pavillon in Austin/Texas an den Start. Nach den Terroranschlägen in den USA rechnen Teile der Wirtschaft mit starken Einbußen. Dies ist für die Nachfrage nach Bioprodukten nicht zu befürchten, meint Robert Duxbury, für Bio zuständiger Manager der britischen Supermarkt-Kette Sainsbury. Stichprobenbefragungen bei deutschen Naturkostläden ergaben bisher ebenfalls keine negative Reaktion. Europäische Handelsketten treiben Bio voran Als letzte deutsche Kette hat sich SPAR vielleicht auch unter dem Druck des neuen französischen Eigners eine eigene Bio-Linie zugelegt. Die Erfolge der Marktriesen bei Einführung eines Biosortiments hängen sehr von der Fähigkeit ab, Kompetenz und Engagement aufzubauen. So scheint der Food-Marktführer EDEKA trotz später Einführung von "Bio Wertkost" zügig voranzukommen. In 2.500 von 13.000 Verkaufsstellen gibt es inzwischen ein Biosortiment, das sich um 50 % besser verkauft als vergleichbare konventionelle Produkte. Das hat mit einem Umsatzplus von 4,7 % vermutlich sogar das Gesamtergebnis beeinflusst, da Mitbewerber nur geringe Steigerungen oder gar Rückgänge meldeten. EDEKA nimmt seine Biorange so ernst, dass dafür erstmals im deutschen Fernsehen eine Werbekampagne für Bioprodukte gestartet wurde. Obwohl der Bioanteil bei deutschen Supermarktketten kaum höher als 1 bis 1,5 % sein dürfte, bedeutet dies 2001 sicher eine Steigerung von um die 100 %. Im übrigen Europa ist man schon bedeutend weiter. So meldete die mit 25,6 Mrd. € Umsatz größte britische Kette Sainsbury einen Bioanteil von 2 %, während in den Niederlanden die zur Ahold-Gruppe gehörende Kette Albert Heijn einen Anteil von 3 % angibt und für das 1. Quartal 2001 ein Bio-Plus von 35 % meldet. TESCO schließlich, das nicht nur in Großbritannien aktiv ist, kam 2000 auf eine Steigerung von 70 %. Allerdings müssen die europäischen "Riesen" von den Bio-Umsätzen der amerikanischen Naturkost-Supermarkt-Kette Wholefoods Markets mit einem Jahresumsatz von über 1,5 Mrd. Euro wohl noch eine Weile träumen. Zusammenschlüsse und Kooperationen sind unvermeidlich Dieses Marktwachstum bleibt natürlich auch bei den Global Players nicht unbemerkt und führt zu Fusionen und Übernahmen starker Bioproduzenten. So kaufte Unilever/Bestfoods den Pasta- und Suppenhersteller Go organic aus Edinburgh, nachdem zuvor schon die US-Firma Ben & Jerry’s Home Made für 300 Mio. US Dollar erworben wurde. Das ließ auch die Danone-Gruppe nicht ruhen, die sich in die US Bio-Yogurt Firma Stonyfield Farm einkaufte. Kellogs schließlich stärkte sich mit dem US Müsliproduzenten Kashi. Einen regelrechten Bio-Konzern schmiedet schon seit einiger Zeit die niederländische Firma Koninklijke Wessanen und trennt sich dafür von konventionellen Marken wie Leerdammer Käse und Campari. Nach dem Kauf des US Wellnessanbieters Tree of Life, der 1,8 Mrd. Euro umsetzt, wurde ein Anteil an der niederländischen Natudis Gruppe erworben. Mit dem Kauf von Distriborg einschließlich de Rit, einem der führenden französischen Bio-Hersteller, der ca. 250 Mio. Euro Umsatz erzielt, gelang ein weiterer Coup. In Deutschland erwarb Wessanen kürzlich die Corposan Gruppe, zu der sich Anbieter der ersten Stunde wie Allos, Dr. Ritter und Tartex zusammengeschlossen hatten. Dies erregte Aufsehen und Besorgnis in der deutschen Bioszene. Die Betreiber von Naturkost-Läden sehen darin die Gefahr, dass ihre Kunden wegen des Preisgefälles zu den Supermärkten abwandern könnten. Wachstum und Verbesserung der Logistik erzwingen geradezu Fusionen und Kooperationen. So schlossen sich in Deutschland Anbieter wie Bruno Fischer, Martin Evers und Eden in der De-Vau-Ge zusammen. Davert, Lebensbaum und die Kaffeerösterei Niehoff, die für die GEPA produziert, gingen eine logistische Kooperation ein. In der Schweiz taten sich sogar die Großhändler Vita Terra, Pico Bio und der Bio-Service Martin zusammen, während in Österreich der Akzent Frischdienst und Lebenszeichen zur Alnaturkost fusionierten. Bedeutende Hersteller eröffnen Bioranges Früher als erwartet und wohl durch den Nachfrageboom der BSE-Krise ermutigt, legen nun auch bedeutende konventionelle Hersteller eine Biorange auf. Hier sind zu nennen Bonduelle, Heinz, Nestlé-Alete, Danish Crown, Wagner-Pizza, Meica, Meggle, Hilcona sowie die Brothersteller Mestemacher und Pema. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass sich der gesamte Bio-Markt in den kommenden Jahren neu formieren wird. Nicht nur weitere Aufkäufe, Fusionen und Kooperationen sind an der Tagesordnung, Naturkostläden entwickeln sich zu Bio-Supermärkten und stärker kundenorientierten Fachgeschäften. Den ersten Gründungen von Discountern im Bio-Bereich werden weitere folgen.
 

 

Datum:29. 10. 2001
Quelle:Messezentrum Nürnberg
Autor:Messezentrum Nürnberg
Weitere Informationen
(http://www.biofach.de)

 




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